| Samstag: 19.05.2007
Wetterbericht:
Fahrt mit dem Zug zum Flughafen München. Frühstück wird in Flaschen im Zug eingenommen. Stimmung gut. Nach Ankunft am Flughafen sofort zweites Frühstück mit Weisswurst und Weizen. Flug nach Palma pünktlich und ohne Zwischenfälle. Am Flughafen bei der Gepäckausgabe Kontaktaufnahme des Leichtmatrosen mit Peter Maffay. Fahrt zum Club de Mar und anschließende Übernahme der Yacht „Mistress“. Charterer macht sehr guten und professionellen Eindruck. Yacht ist super in Schuss. Nach dem Einkaufen im nahen Supermarkt Boarding wie immer chaotisch. Jedes Crewmitglied findet aber auch dieses Jahr wieder einen Platz.
Sonntag: 20.05.2007
Wetterbericht: Wind bis 6 O-SO, Welle: 1,00 m - Strecke: Palma de Mallorca Sa Rapita
Auslaufen nach gutem Frühstück Richtung Sa Rapita. Der Wind (4-5) und Seegang 1 bis 2 ist für den ersten Tag ok. Boot liegt gut am Wind und macht mächtig Fahrt (6-7Kn). Steuermann hat Boot schon am ersten Tag wie immer - gut im Griff. Skipper ist zufrieden und lässt Neptun entsprechend hoch leben. Leider sind die letzten Segelmanöver doch schon ein ganzes Jahr her. 2. Matrose klemmt sich beim „winschen“ den Finger in die Klampe ein. Verletzung sieht aber schlimmer aus, als sie ist. Erste Hilfe wird etwas verzögert, da der Leichtmatrose erst noch Bilder von der Wunde machen will. Dank kubanischer Getränke und einem Eisbeutel lässt der Schmerz bald nach. Beim Anlegen in Sa Rapita sehr schlechte Bedingungen (böiger Wind von Achtern).
Montag: 21.05.2007
Wetterbericht: Wind 3-5 E-SE, Welle: 1,7-2,00 m - Strecke: Sa Rapita Porto Christo
Dank eines Saharasturms in der Nacht und anschließendem Regen ist unser Boot rot. Vor dem Auslaufen erst einmal Großreinigung der "Mistress" mit viel Wasser. Anschließend Auslaufen mit Kurs Porto Christo. Der Wind hat uns entgegen des Wetterberichts verlassen. Dafür sind die Wellen mit 2-3 geblieben. Boot muss unter Motor gefahren werden. Der Seegang und das ständige Kursablesen führt zu grünen Gesichtern bei der Mannschaft. Badestopp in der Bucht von Porto Pedro. Der Wettergott hat nun ein Einsehen und schickt den versprochenen Wind mit Stärke 3. Segeln nach Porto Christo unter guten Bedingungen. Wir fahren in den Hafen mit heftiger Bugwelle ein. Das ganze erinnert mehr an Wellenreiten. Anlegemanöver heute Dank eingespielter Mannschaft sehr gut gelungen.
Dienstag: 22.05.2007
Wetterbericht: Wind 3-6 SE-E, Welle: 1,0 -1,5 m - Strecke: Porto Christo San Pedro
Das Auslaufen verzögert sich heute, nachdem der 1.Matrose die Nationalflagge ins Hafenbecken befördert hat. Dank seiner Tauchkünste wird sie bald wieder gefunden und nach einer ausgiebigen Reinigung des Matrosen, erfolgt das Auslaufen Richtung San Pedro. Wind heute 3 und Welle 2-3. Leider fahren wir heute schon den 3. Tag gegen den Wind. Daran sollte sich bis zum Schluss des Törns nicht viel ändern. Dank des Wellengangs bleiben auch an diesem Tag grüne Gesichter nicht aus. Aber sieben Liter bayerisches Weizenbier und ein Zwischenstopp zum essen und erholen, machen die Mannschaft wieder fit. Anlegen in San Pedro auch heute wieder fehlerfrei.
Mittwoch: 23.05.2007
Wetterbericht: Wind 3-5 NE-E, Welle: 0,7 m - Strecke: San Pedro - Puerto de Soller
Heute ablegen bei vollkommener Dunkelheit um 04:00 Uhr. Boot nimmt unter Segel sofort Fahrt auf. Leuchtfeuer geben zur Diskussion an Bord Anlass. Navigator und Skipper sind sich uneinig. Skipper geht deshalb wieder ins Bett und übergibt Kommando dem Steuermann und dem Navigator. Boot läuft dem Sonnenaufgang mit vollen Segeln entgegen. Gegen 06:00 Uhr wird der Geschwindigkeitsrekord mit 8,6 Kn aufgestellt. Navigator und Steuermann haben irres Lächeln im Gesicht. Bei Tagesanbruch meldet sich Skipper zurück und wundert sich, dass das Kap von Formentor schon so weit achtern liegt. Boot geht schön im 3er Wind und bei Welle 1-2. Heute keine grünen Gesichter. Aber leider wieder Gegenwind….!! Ankern in der Bucht von Soller. Teile der Crew machen Landausflug. Spanische Yacht ankert sehr blöd neben uns. Wind hat zwischenzeitlich gedreht, so dass wir nicht mehr gut am Anker liegen. Schwojkreis ist inzwischen Dank unseres spanischen Nachbarn sehr eingeengt. Um 01:00 Uhr Gewitter. Unser Boot treibt auf Nachbarn zu. Unsere „Mistress“ wird umgelegt. Manöver klappt sehr gut. Leichtmatrose kommt an Deck und erklärt aufgebracht: „unter Deck kann man es nicht aushalten wegen des lauten Geschnarches“. Von unserem Manöver und dem Gewitter hat er nichts mitbekommen.
Donnerstag: 24.05.2007
Wetterbericht: Wind 4 - 7 NE SE E, Welle: 1,0 m - Strecke: Puerto de Soller Santo Ponsa
Wetterbericht verspricht heute sehr unruhigen Tag. Skipper hätte Angst, wenn er das nachfolgende Wetter schon einmal erlebt hätte. So hat er nur beim Auslaufen ein komisches Gefühl. Die ganze Crew wird zum Anlegen der Sicherheitsausrüstung aufgefordert. Beim Ausfahren aus der Bucht Böen bis Stärke 8 und Welle 4-5. Das ganze Spektakel dauert ca. 10 Minuten, anschließend wieder normaler 3er Wind und angenehme Welle. Vorgesehenes Mittagessen (Bayerischer Wurstsalat) kann nicht eingenommen werden, da Wind inzwischen wieder mit Stärke 5-6 weht. Mannschaft ist zwischenzeitlich schmerzfrei. Bei 8Kn Geschwindigkeit verlangt der Smutje nach einem Kissen, weil das Cockpit des Bootes so hart ist und der Leichtmatrose hätte gerne ein Fass Bier geöffnet. Hinter der Sprayhoot (die wirklich wegen des Spritzwassers und des Wellengangs benötigt wird) wird ein Fass Franziskaner Weissbier geöffnet und in kurzer Zeit getrunken. Marina Santa Ponsa wird angelaufen und über Funk wird Platzsituation abgefragt. Marina ist voll belegt, daher ankern in der Bucht von Santa Ponsa. Sehr schöner Abend mit gutem bayerischen Essen und kubanischen Getränken.
Freitag: 25.05.2007
Wetterbericht: Wind 3 - 5 S - SW, Welle: 1,0 m - Strecke: Santa Ponsa Palma de Mallorca
Anker wird nach gutem Frühstück gelichtet. Tankstelle in Santa Ponsa wird angefahren. Anschließend Kurs Richtung Loobsterbucht zum Baden. Heute erstes Mal Segeln unter raumen Wind Richtung Palma. Skipper übertrifft sich heute bei schwierigem Anlegemanöver selbst. Bilderbuchanlegen unter den Augen des Vercharterers. Skipper wird von Crew gefeiert. Anschließend wird Skipper mit kubanischen Getränken bis zum Abheben auf eine Umlaufbahn versorgt. Steuermann hilft Skipper beim Vernichten der Alkoholbestände. Abendliches Essen in einem Restaurant in Palma Stadt wird zum Hochgenuss. .
Samstag: 26.05.2007
Wetterbericht: Wind 3 - 5 SW - W, Welle: 1,0-1,7 m - Heimflug
Nach dem Aufstehen große Packpanik. Taxifahrt zum Heimflug und pünktlicher Heimflug nach München.
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